ORTSWECHSEL – Die Sehnsucht nach der alten und das Kennenlernen einer neuen Heimat
Ein Fotoprojekt mit Teilnehmenden aus Deutschkursen der Volkshochschule der Stadt Oer-Erkenschwick.
Von Nils Lindenstrauß
Das hier ist nicht Berlin, Hamburg oder Köln.
Wir sind am Berliner Platz in Oer-Erkenschwick. Hier, direkt um die Ecke, befindet sich die Volkshochschule der kleinen Stadt im Ruhrgebiet. Die Menschen, die hier gelandet sind, haben Ruhe und Frieden gesucht, vor allem aber sehnen sie sich nach Ordnung und Struktur nach Zeiten voller Entbehrungen. Sie sind dankbar für das, was sie hier vorfinden konnten.
Sie kommen aus Nigeria, der Ukraine, Russland, dem Iran, Afghanistan, Griechenland, Ungarn und Rumänien. In ihrer Heimat waren sie ArbeiterInnen, AkademikerInnen, LehrerInnen. Die Gründe für ihren Weg nach Deutschland sind unterschiedlicher Art. Die einen sind dem Unglück davongelaufen, die anderem dem Glück hinterher.
Über drei Monate hinweg hat der Fotograf und Filmemacher Nils Lindenstrauß Teilnehmende aus Deutschkursen der Volkshochschule der Stadt Oer-Erkenschwick portraitiert, ihnen Fragen zu ihrem alten und neuen Leben gestellt und Fotos aus ihrer Heimat zusammengetragen. Diese Bilder wurden Teil der Portraits und gewähren zusammen mit den Erzählungen der Projektteilnehmenden private Einblicke in ihre Vergangenheit, aber auch in ihre momentane Situation.
Was alle Teilnehmenden vereint, sind die Sprachbarrieren, die der Deutschunterricht abbauen soll. Die Bedeutsamkeit der Sprache als Grundlage für einen Neustart in einer fremden Kultur ist allen nur zu sehr bewusst.
In der Zwischenzeit haben fast alle Teilnehmenden der Deutschkurse ihre Prüfungen bestanden und große Fortschritte gemacht.
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Dioxin-Skandal: Schon mal über eine Hühnerpatenschaft nachgedacht?
Von Nils Lindenstrauß, Ruhr Nachrichten
Hier bewahrheitet sich das Sprichwort „Es gibt nichts, was es nicht gibt“. In Zeiten von dioxinverseuchten Eiern könnten Hühnerpatenschaften einen regelrechten Boom erleben.
Was es dem Huhn bringt und wie Sie davon profitieren:
Sie möchten nicht auf ein gelegentliches Frühstücks-Ei verzichten, scheuen aber auch den Gang zum Supermarkt? Abhilfe könnte es da in Form einer sogenannten Hühnerpatenschaft geben.
Das Prinzip ist einfach und kostengünstig: einzelne Bio- Bauernhöfe in Deutschland und in der Schweiz bieten schon seit einiger Zeit an, gegen einen relativ geringen Betrag Pate für ein Huhn zu werden.
Sie sind damit offizieller „Patenonkel“ beziehungsweise „Patentante“ Ihrer persönlichen Legehenne und tragen dazu bei, dass sie weiterhin in den Genuss von Bio-Futter und Freilandhaltung kommt.
Sie dürfen das Tier sogar besuchen – zumindest aber können Sie von Zeit zu Zeit Bericht über sein Wohlergehen erhalten.
Bio-Eier per Post
Aus der Patenschaft ergibt sich folgender Vorteil für Sie: Bio-Eier sind momentan rar, die Wege eines Supermarkt-Eis sind nur schwer zu verfolgen.
Wenn Sie Pate eines Huhns werden, können Sie sich Ihre Eier vor Ort abholen oder sogar – selbstverständlich stoßfest verpackt – zuschicken lassen.
Somit können Sie sich persönlich versichern, dass Ihr persönliches Huhn ein glückliches ist und Ihr Frühstücks-Ei nicht aus der Massentierhaltung kommt.
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Taxi-Apps im Test: Schneller, besser, billiger?
Von Nils Lindenstrauß, Ruhr Nachrichten
Im Rennen sind der Platzhirsch Taxi Dortmund, der seine Fahrten seit 2014 über die App Taxi Deutschland anbietet, der Herausforderer Mytaxi, der seit 2011 den Dortmunder Taximarkt aufmischt und Cabdo, ein noch junger Anbieter aus Dortmund, der sich seit 2017 im Wettbewerb durch besonderen Komfort abheben will.
Und das sind unsere Testkriterien: Wie funktionieren die Apps? Wie ist der Service? Wie zuverlässig sind die Fahrer? Wer kann in Sachen Preis/Leistung punkten?
Die Apps im Test
Taxi Dortmund bietet seine Fahrten über Taxi Deutschland an. Eine überschaubare App, bei der man sich nicht registrieren muss.
Lediglich Name und Telefonnummer werden eingetragen und das Taxi kann bestellt werden.
Funktioniert die Bestellung übers Internet einmal nicht, kann die Zentrale über die App telefonisch kontaktiert werden. Sonderwünsche, wie Kindersitze oder der Transport von Haustieren können dem Fahrer vorab mitgeteilt werden.
Vor der Bestellung werden die ungefähre Fahrtzeit und der Preis berechnet. Bezahlt wird mit Bargeld, Kreditkarte oder Paypal.
Die Mytaxi-App funktioniert nur, wenn man sich vorher per E-Mail oder Facebook registriert.
Auch hier werden Preis und Fahrtzeit vorberechnet. Die App bietet einige Extras an und man sieht schnell, dass an allen Ecken der Sparfaktor hervorgehoben wird. Das merken wir auch später, als wir mehrere gut gemeinte, aber irgendwann auch etwas störende E-Mails und Hinweise auf Rabattaktionen bekommen.
Bezahlt werden kann mit Bargeld, Kreditkarte oder Paypal.
Cabdo ist seit 2017 und damit noch sehr neu auf dem Markt. Auch in dieser App muss man sich registrieren und einen Bestätigungscode eingeben, bevor man seine erste Fahrt bestellen kann. Auf dem iPhone haben wir beim händischen Eingeben der Adressen Bedienungsprobleme. Wollen wir die Zieladresse eintippen, verschwindet die Startadresse und umgekehrt. Auf Android-Smartphones ist das kein Problem. Die automatische Ortung funktioniert auf beiden Systemen tadellos.
In der App können wir zwischen einer schwarzen Limousine und normalen Taxis wählen. Ersteres ist sogar etwas günstiger.
Auch bei Cabdo können wir bar oder per Kreditkarte zahlen. Die Bezahlmöglichkeit per Paypal ist in Vorbereitung.
Die Fahrt
Wir wollen Apps und Fahrer unter echten Bedingungen testen. Dazu fahren wir an einem belebten Freitagnachmittag von der Dortmunder Strobelallee in die Innenstadt.
Wir teilen uns auf und bestellen in einem Abstand von etwa 200 Metern drei verschiedene Fahrzeuge.
Für die dreieinhalb Kilometer Fahrtstrecke werden bei allen Anbietern zwischen 9 und 10 Euro berechnet, als Fahrtzeit werden 10 Minuten angegeben.
Taxi Dortmund
Unser Smartphone ortet uns etwa 200 Meter vom eigentlichen Standort. Der Fahrer ruft aber nach wenigen Minuten an und der Standort kann ihm telefonisch durchgegeben werden. Das Kennzeichen wird in der App angezeigt und so fällt es leicht, den richtigen Wagen bei der Anfahrt zu erkennen.
Das Fahrzeug ist mit dem Gütesiegel „Plus-Taxi“ gekennzeichnet, das Qualitätsstandards wie Sauberkeit und besonderen Fahrkomfort garantieren soll. Der Fahrer ist freundlich und angenehm gesprächig. Er fährt zügig, lässt aber auch anderen Autos die Vorfahrt. Nach zehn Minuten sind wir am Ziel und zahlen 9,40 Euro.
Mytaxi
Praktisch: man sieht nach der Bestellung in der App nicht nur das Kennzeichen, sondern auch, was für ein Fahrzeug kommt, wie der Fahrer heißt und wie er aussieht. Verpassen ist also so gut wie unmöglich. Dazu kommt, dass viele Fahrer sogenannte „Doppelfunker“ sind, sich also über Mytaxi und die Taxizentrale vermitteln lassen. Sie nutzen die offiziellen Taxi-Stellplätze und können so schnell beim Kunden sein.
Nach drei Minuten ist der Wagen da. Der Fahrer ist freundlich, man unterhält sich und er fährt zügig und sicher ans Ziel. Die Fahrt kostet 10 Euro und dauert etwa 10 Minuten.
Cabdo
Da Cabdo eine kleine Fahrzeug-Flotte hat und keine Taxi- Stellplätze nutzen darf, dauert es etwas länger, bis der Wagen kommt. Elf Minuten Wartezeit werden angegeben, daraus werden sechzehn, da die Ortung mit unserem Smartphone nicht korrekt funktioniert. Aber auch der Cabdo-Fahrer kontaktiert uns schnell und findet uns zweihundert Meter weiter. Die eigentliche Fahrt dauert wie versprochen etwa 10 Minuten.
Die edle Mercedes-Limousine wird sicher und flott zum Ziel gelenkt. Auch der Fahrer hebt sich optisch ab, er ist schick gekleidet, wirkt dabei aber nicht steif und er ist sehr freundlich und gesprächig.
Zusatzangebote im Fahrzeug wie drahtloses Internet oder USB-Anschlüsse zum Handyaufladen testen wir in der kurzen Zeit nicht.
Der Fahrer gibt uns 5 Euro Neukunden-Rabatt und so zahlen wir statt dem Fixpreis von 9,10 Euro nur 4,10 Euro.
Fazit
Alle Apps haben bis auf kleine Abstriche bei der Ortung und der Streckeneingabe sehr gut funktioniert. Die Fahrzeuge waren sauber, die Fahrer freundlich und wir wurden schnell und sicher zum Ziel gebracht.
Bei allen drei Anbietern fanden wir besonders praktisch, dass man vor der Bestellung eine ungefähre Berechnung erhält, wie lange die Fahrt dauern und was sie kosten wird.
Bei Cabdo wird bei der Nutzung der schwarzen Limousinen ein Festpreis garantiert, der sich nach der Strecke, nicht aber nach der Fahrtzeit richtet. Dafür muss man wegen der kleineren Flotte unter Umständen ein paar Minuten mehr fürs Warten in Kauf nehmen.
Ein weiterer Vorteil beim Bestellen per App: man sieht auf einer Karte, woher das Taxi kommt und welches Kennzeichen es hat. So kann man sich rechtzeitig auf die richtige Straßenseite stellen, bis der Fahrer vorfährt.
Gut gemeint, aber als etwas störend empfinden wir die häufigen Hinweise und E-Mails zu Rabattaktionen von Mytaxi und Cabdo.
Taxi Dortmund kann in seiner Rolle als Traditionsunternehmen mit seinen Wettbewerbern mithalten und schafft den Spagat zwischen Bodenständigkeit und modernem Service. Wer nicht zu viele Daten von sich preisgeben will, ist hier gut aufgehoben.
Am Ende haben wir keinen klaren Favoriten, denn alle drei Anbieter konnten in Sachen Service, Komfort und Preis- Leistung voll überzeugen. Somit bleiben erst Mal alle drei Apps auf unseren Smartphones, so dass sie sicher noch öfter zum Einsatz kommen werden.
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What You Seee Is What You Get: Der EEEPC
Von Nils Lindenstrauß, INTRO Magazin
Wer sich noch vor einem Jahr auf die Suche nach einem Subnotebook machte, das schnell, zuverlässig und obendrein günstig sein sollte, wurde schnell enttäuscht. Asus schickt sich jetzt an, diese Wünsche wahr zu machen – zu einem Preis von 299 Euro.
Beim Auspacken fallen zuallererst die wirklich kompakten Ausmaße des Eee auf: nicht viel größer als eine DVD-Hülle und somit auch um einiges leichter als von mobilen Computern gewohnt. Die Inbetriebnahme gestaltet sich recht einfach. In weniger als einer Minute ist das für Mac- und Windows-User leicht verständliche, auf Linux basierende Betriebssystem hochgefahren, und die Arbeit mit einem der zahlreich vorhandenen Office-Programme kann beginnen.
Zudem bietet es sich an, seine digitalen Fotos auf dem 7-Zoll-Bildschirm zu betrachten. Hierzu dienen sowohl ein Slot für Speicherkarten sowie drei USB-Anschlüsse, die sich nicht nur für externe Datenträger eignen, sondern auch eine externe Maus, Tastatur und anderes USB- Zubehör willkommen heißen. Der Entertainmentfaktor wird ebenfalls nicht vernachlässigt: MP3s wie Videos lassen sich problemlos abspielen, und auch altbewährte Süchtigmacher wie „Solitär“, „Sudoku“ und „Frozen Bubble“ bieten sich als willkommene Produktivitätskiller an.
Früher oder später ruft die weite Welt des Internets. Der Zugang funktioniert auch hier via Kabel oder WLAN recht zügig. Surfen, E-Mails checken, Instant Messaging, (Video-) Telefonie per integriertem Mikrofon und Webcam, Onlinevideos schauen – kurz, jede Standard-PC- Anwendung ist mit dem Eee möglich. Sehr erfreulich: Der Lüfter bleibt immer angenehm leise.
Als Spaßbremse erweist sich hingegen leider der wirklich kleine Bildschirm (vergleichbar mit dem von tragbaren DVD-Playern). Von Grafikbearbeitung unterwegs sollte man also besser Abstand nehmen und lieber zu Hause oder im Büro einen großen Monitor via VGA-Ausgang anschließen. Auch sollte man sich mit der vorinstallierten Software zufrieden geben, denn neue Programme zu installieren gestaltet sich für Otto Normaluser als viel zu umständlich. Dies ist allerdings nicht zu tragisch: Die integrierte Flash-Festplatte erweist sich mit ihren 4 GB ohnehin nicht gerade als Speicherriese.